Marokko-Autorin Astrid Därr verrät ihre Lieblingsorte
Marokko begleitet unsere Autorin Astrid Därr praktisch ihr ganzes Leben – und trotzdem gibt es Orte, zu denen sie immer wieder zurückkehren möchte. Hier stellt sie Ihnen fünf ihrer Lieblingsorte vor.
1. Anti-Atlas
© Astrid Därr
Die rostrote Landschaft rund um Tafraoute mit ihren wie vom Himmel gefallenen Granit-Kullerfelsen fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Dazwischen: grüne Palmenoasen, Terrassenfelder, kleine Dörfer und alte Speicherburgen der Amazigh. Am schönsten lässt sich die Gegend um Tafraoute und das Ammelntal zu Fuß oder mit dem Bike entdecken.
Astrids Tipp
Besonders schön ist es zur Mandelblüte im Februar.
2. Fès

© Astrid Därr
Während Marrakesch längst zum Touristenhotspot geworden ist, hat sich die Medina von Fès viel von ihrem ursprünglichen Leben bewahrt. Im UNESCO-geschützten Gassenlabyrinth arbeiten Gerber, Holzschnitzer, Ziseleure und andere Handwerker wie seit Generationen. Hinter unscheinbaren Fassaden verbergen sich prachtvolle Riads, Dars und Paläste mit Mosaiken, Stuck und stillen Innenhöfen.
Astrids Tipp
Übernachten Sie unbedingt in einem Riad mitten in der Medina.
3. Djebel Saghro

© Astrid Därr
Südlich der „Straße der Kasbahs“ erhebt sich zwischen Nekob und Boumalne Dadès dieses wilde, karge Gebirge. Bizarre Felsformationen, tiefe Täler und grüne Oasen machen den Saghro für mich zu einem der spannendsten Trekkinggebiete Marokkos. Mehrtägige Touren führen mitten hinein in diese abgeschiedene Bergwelt.
Astrids Tipp
In der Palmenoase Nekob stehen Dutzende mächtige Lehmburgen – in einigen kann man sogar übernachten.
4. Chefchaouen
© Astrid Därr
Ein Geheimtipp ist die „blaue Stadt“ im Rifgebirge schon lange nicht mehr. Aber wunderschön ist sie trotzdem – vor allem, wenn man die blauen Gassen hinter sich lässt und zu Fuß in die Berge aufbricht.
Astrids Tipp
Wandern Sie zu den Akchour-Wasserfällen und zur Felsbrücke Pont de Dieu im Talassemtane-Nationalpark.
5. Erg Chegaga

© Astrid Därr
Wüste, wie ich sie liebe: weit, still und nur mit etwas Aufwand erreichbar. In M’Hamid endet der Asphalt, danach geht es mit dem Geländewagen oder Kamel weiter zu den gewaltigen Dünen des Erg Chegaga.
Astrids Tipp
Noch intensiver erleben Sie die Sahara bei einem mehrtägigen Kameltrekking – mit Nächten unter dem Sternenhimmel und Tajine vom Lagerfeuer.